Kita-Bedarfsplanung: Zahl der benötigten Gruppen sinkt
Der Gesellschafts-, Kultur- und Sportausschuss hat die Planung der Kindertagesbetreuung für das Kindergartenjahr 2027/2028 zur Kenntnis genommen. Vorgestellt wurde sie von einer Vertreterin und einem Vertreter des Jugendamtes des Kreises Steinfurt, das die Planung für Ladbergen erstellt.
Kern der Zahlen: Die Zahl der Kinder in Ladbergen geht zurück. Für die Altersgruppe der Drei- bis Sechsjährigen rechnet die Planung für 2026/27 mit 191 Kindern, für 2027/28 mit 178 und für 2030/31 mit 164. Daraus folgt ein sinkender Bedarf an Kita-Gruppen: Von derzeit 16,5 Gruppen in fünf Einrichtungen werden zum Kitajahr 2027/28 voraussichtlich nur noch 14 Gruppen benötigt, in den Folgejahren zeigt sich eine Tendenz in Richtung 13,5 Gruppen.
Für die unter Dreijährigen weist die Planung für 2027/28 59 Kita-Plätze aus, dazu 42 Plätze in der Kindertagespflege bei neun Tagespflegepersonen, davon vier in zwei Großtagespflegestellen. Zusammen ergibt das eine Versorgungsquote von 63,5 Prozent. Auffällig ist, dass die Anmeldequote der Zweijährigen in Ladbergen mit 66,7 Prozent für 2026/27 deutlich unter dem Wert des Kreisjugendamtsbezirks von 82,0 Prozent liegt.
Zum Umgang mit dem Rückgang heißt es in der Präsentation, das Jugendamt gehe in den Dialog mit den Trägern. Nach Rücksprache mit der Gemeinde werde favorisiert, den Bestand an Gruppen zu halten und stattdessen die Belegung zu reduzieren. Die Träger seien zugleich gebeten, den Bestand ihrer Einrichtungen bereits jetzt kritisch zu prüfen.
Tagesordnungspunkt 3 · Niederschrift
Förderprogramm „Moderne Sportstätte NRW“: 166.932 Euro Kontingent für Ladbergen
Der Ausschuss hat sich über das Landesförderprogramm „Moderne Sportstätte NRW“ informieren lassen und die Ausführungen zur Kenntnis genommen. Vorgestellt hat das Programm das beratende Ausschussmitglied Juliane Melchers-Hürkamp.
Das Programm läuft von 2026 bis 2036. Die Fördermittel werden den Kommunen pauschal zugeordnet, und zwar in Höhe des 2,78-fachen ihrer Sportpauschale 2025. Für Ladbergen ergibt das ein Kontingent von 166.932,00 Euro. Gefördert werden Modernisierung, Sanierung, Ausstattung, Umbau und Neubau von Sportstätten, dazu begleitende Räume wie Schulungs- oder Aufenthaltsräume. Die Mindestinvestition liegt bei 50.000 Euro. Ausgeschlossen sind unter anderem primär mit fossilen Brennstoffen betriebene Anlagen, Kunststoff-Granulat auf Kunstrasenplätzen und Kunststoff-Füllmaterial auf Tennisplätzen und Reitböden.
Anträge dürfen nur Sportvereine stellen, die in einem Stadt- oder Kreissportbund und in einem Fachverband des Landessportbundes Mitglied sind. Kommunen selbst sind nicht antragsberechtigt. Der Verein muss Eigentümer der Anlage sein oder als Mieter beziehungsweise Pächter für Instandhaltung und Verkehrssicherung verantwortlich; Miet- oder Pachtverträge müssen nach Fertigstellung noch mindestens zehn Jahre laufen. Je nach Höhe der Maßnahme liegt der Fördersatz zwischen 50 und 90 Prozent, bei „Dach und Fach“ bei 50 Prozent. Den Eigenanteil können Vereine unter anderem über die Kommune, Eigenleistung oder ein Bürgschaftsprogramm des Landes aufbringen.
Nach der Darstellung wurden die Ladberger Sportvereine bereits im Juni 2026 in einer Sitzung des Gemeindesportverbands informiert und gebeten, ihre Bedarfe zu prüfen. Geplant ist, die Bedarfe aller antragsberechtigten Vereine zusammenzustellen und gemeinsam mit Gemeinde und Gemeindesportverband einen kommunalen Verteilungsplan zu entwickeln.
Tagesordnungspunkt 4 · Niederschrift